Diekuhlie Fumdenteich – Teil 1 Wednesday, Nov 14 2007
Auswärts and Geocaching and News 10:00 pm
Ihr wisst sicherlich, dass ich immer mal wieder sehr blöde Ideen hab. Leider kommt es das eine oder andere schonmal vor, dass ich mein Wort halte. Es war wohl irgendwann diesen Sommer, als ich zu Carsten sagte: “Hey da gibts es einen Wanderweg um den Edersee, an dem die Geocaches aufgereiht liegen, wie auf einer Perlenkette. Lass uns den mal ablaufen!”
Carsten und ich sind da wohl eher untrainiert. Wer meine Figur kennt, der weiß, dass ich nicht gerade der Typ bin, der Soldatenmärsche aus dem Ärmel schüttelt. Der Urwaldsteig-Edersee ist halt nun mal 68km lang. Das bereitete auch Carsten einen Schrecken. Bis dahin hatte ich ihm aber noch nichts von den ca. 3800 Höhenmetern erzählt, die dabei zu bezwingen sind. Da wir immer etwas busy sind, war von vornherein immer nur die Rede von einem Wochenende, an dem das Vorhaben zu erledigen sei. Nach mehrmaligem Hin und Her bestand die Gruppe am Ende aus drei Leuten. Neben Carsten und mir ging auch noch Steffen ins Rennen. Steffen gehört in meinen Augen eher zu den Trainierten, da er doch schon des öfteren mit dem Rad durch den Harz fährt.

Freitag den 6.10.2007 trafen wir uns abends um 8 bei mir und fuhren richtung Asel. Die Wettervorhersage hatte eine regen- und wolkenfreies Wochenende vorhergesagt mit Temperaturen von tagsüber 18° und nachts an die 3°. Carsten und ich hatten uns die Wochen vorher eine solche Materialschlacht in diversten Outdooraustattern vor Ort und im Internet gegeben, dass uns die Nacht nicht schrecken sollte.
Abends saßen wir im Gasthaus Sauer in Asel, wo wir auch die Nacht auf Samstag verbringen wollten. In 2 Tagen den Urwaldsteig laufen, sei doch etwas naiv oder sehr mutig, sagte man uns und lachte uns aus. Trainierte liefen es in 3 Tagen. 3 Tage hatte wir nicht Zeit, so ging es Samstag in aller Herrgottsfrühe los.

Aus Asel raus, die Straße runter zum See, an Adolf Hilles Grab vorbei stießen wir auf den Steig und gleich den ersten Cache. Steffen wollte Sonntagabend daheim noch was für die Arbeit vorbereiten, ich wollte cachen, Steffen hatte es da etwas eiliger. Carsten war’s, der hier immer wieder unser Tauziehen mit guter Laune übertunchte.
Leicht ging es bergan, man merkte es kaum. Doch als wir beim zeiten Cache zum stehen kamen, war der See doch sehr weit unter uns. Der Knorreichenstieg zwischen Asel und Scheid war der Auftakt. Wie ein kleiner alpiner Bergpfad schlängelt er sich durch die Wildnis. Alle paar hundert Meter veränderte sich das Landschaftsbild völlig. Ich kann diese Ecke auch denen empfehlen, die mal nur mal ein wenig gehen wollen.
Weil ich schreibfaul bin, erzähl ich euch im nächsten Teil, wieviele km wir geschafft haben, ob wir geschummelt haben, wie weit das Wasser reichte und wie schnell sich neue Produkte verbreiten, wenn sie denn gut sind.
